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Stoffsicherheitsbeurteilung (CSA)

Aktualisiert:

2025-12-05

3 Min. Lesezeit

DEFINITION

Die Stoffsicherheitsbeurteilung (Chemical Safety Assessment, CSA) ist eine zentrale Anforderung der REACH-Verordnung für die systematische Bewertung von Gesundheits- und Umweltrisiken chemischer Stoffe. Sie umfasst die Gefahrenermittlung (hazard assessment), Expositionsbewertung (exposure assessment), die Ableitung von DNEL (Derived No-Effect Level) und PNEC (Predicted No-Effect Concentration) sowie die abschließende Risikocharakterisierung für Mensch und Umwelt.

Erklärung Stoffsicherheitsbeurteilung (CSA)

Die Stoffsicherheitsbeurteilung bildet die wissenschaftliche Grundlage für den Chemischen Sicherheitsbericht (Chemical Safety Report, CSR) und die darin enthaltenen Expositionsszenarien. Sie verknüpft intrinsische Stoffeigenschaften mit realistischen Verwendungsbedingungen entlang der Lieferkette und beschreibt wirksame Risikomanagementmaßnahmen (Risk Management Measures, RMM).

Hersteller und Importeure ab einer Jahresmenge von 10 Tonnen müssen die CSA durchführen und dokumentieren. Die Bewertung erfolgt schrittweise: Zunächst werden gefährliche Eigenschaften nach CLP-Kriterien identifiziert, anschließend die Exposition unter normalen und vernünftigerweise vorhersehbaren Verwendungsbedingungen abgeschätzt. Daraus leitet sich ab, ob die Verwendung sicher ist oder zusätzliche Schutzmaßnahmen erforderlich sind.

Operativ sollten Compliance-Verantwortliche bei der CSA folgende Aspekte beachten: Identifizierung von Datenlücken für gezielte Teststrategien, sachgerechte Anwendung von QSAR-Modellen und Read-across-Verfahren, Aktualisierung bei neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen oder geänderten Verwendungen. Konsistenz zwischen CSA, CLP-Einstufung und Sicherheitsdatenblättern (SDS) ist regulatorisch zwingend – Abweichungen führen zu Beanstandungen durch ECHA oder nationale Behörden.

Für nachgeschaltete Anwender gilt: Liegt die eigene Verwendung außerhalb der vom Lieferanten kommunizierten Expositionsszenarien, muss eine eigene CSA erstellt oder die Verwendung dem Lieferanten mitgeteilt werden. Automatisierte Tools zur Verwaltung von Expositionsszenarien reduzieren den manuellen Aufwand erheblich und gewährleisten die korrekte Zuordnung von RMM zu spezifischen Tätigkeiten.

Wichtige Punkte

- Pflicht ab ≥10 Tonnen pro Jahr Herstell- oder Importmenge gemäß REACH-Registrierung

- Umfasst Gefahrenermittlung, Expositionsbewertung, DNEL/PNEC-Ableitung und Risikocharakterisierung

- Ergebnisse fließen in Chemische Sicherheitsberichte (CSR) und erweiterte Sicherheitsdatenblätter (eSDS)

- Muss bei neuen Verwendungen, geänderten Mengen oder neuen Gefahrendaten aktualisiert werden

- Konsistenz mit CLP-Einstufung und Lieferketteninformation ist regulatorisch erforderlich

- Nachgeschaltete Anwender müssen prüfen, ob ihre Verwendung durch Lieferanten-Expositionsszenarien abgedeckt ist

Weiterführende Quellen

cnrs

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